Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege & Co. – wie pflegende Angehörige oft bares Geld verschenken
Pflegende Angehörige leisten jeden Tag Enormes. Viele verzichten auf Freizeit, Ruhe und eigene Gesundheit, um ihre Liebsten zu Hause zu versorgen. Was die wenigsten wissen: Es gibt finanzielle Entlastungen, die genau dafür gedacht sind – und die jedes Jahr millionenfach ungenutzt bleiben.
Pflichtberatung nach §37.3 SGB XI: Warum Sie nicht automatisch zum Pflegedienst müssen
Endlich ist der Pflegegrad bewilligt – nach Anträgen, Formularen und Begutachtung. Erleichterung macht sich breit. Doch im Bescheid der Pflegekasse steht plötzlich dieser Satz:
„Bitte wenden Sie sich für Ihre Pflichtberatung an einen örtlichen Pflegedienst.“
Die meisten nehmen das einfach so hin. Man will ja schließlich nichts falsch machen. Also schaut man bei Google oder im Telefonbuch nach einem Pflegedienst in der Nähe, ruft an, vereinbart einen Termin – und damit ist die Sache fürs Erste erledigt.
Doch beim nächsten Mal beginnt das Spiel von vorn: wieder suchen, wieder anrufen, und oft kommt jemand völlig anderes. Jemand, der die Situation zu Hause gar nicht kennt. Der Besuch dauert ein paar Minuten, die Unterschrift ist da – und die Pflicht ist erfüllt. Aber wirklich geholfen wurde nicht.
Umwandlungsanspruch in der Pflege – so nutzen Sie Ihr Pflegebudget optimal
Viele Pflegebedürftige und Angehörige wissen: Leistungen aus der Pflegeversicherung sind wertvoll, aber nicht immer leicht zu durchschauen. Besonders dann, wenn es um Pflegegeld, Pflegesachleistungen und den Entlastungsbetrag geht.
Oft bleibt ein Teil der Sachleistungen ungenutzt, weil kein oder nur ein kleiner Pflegediensteinsatz erfolgt ist. Genau hier greift der Umwandlungsanspruch – eine Möglichkeit, ungenutztes Budget sinnvoll einzusetzen. Doch Achtung: Dabei wird auch das Pflegegeld reduziert. Wie das funktioniert und wann es sich trotzdem lohnt, lesen Sie hier.
Versäumte Beratung nach § 37.3 SGB XI – Folgen und wie Sie sie vermeiden
Viele Pflegegeldempfänger erhalten aktuell Post von ihrer Pflegekasse:
„Bitte reichen Sie Ihren Beratungsnachweis bis zum xx.xx.xxxx nach“.
Der Grund: Die gesetzlich vorgeschriebene Beratung nach § 37.3 SGB XI wurde nicht fristgerecht durchgeführt oder der Nachweis ist nicht eingegangen.
Das kann unangenehme Folgen haben – lässt sich jedoch mit guter Planung und einem festen Ansprechpartner zuverlässig vermeiden.
Pflegegrad-Höherstufung 2025: Wann lohnt sich ein neuer Antrag – und wie gelingt er?
Viele pflegebedürftige Menschen erleben im Alltag eine schleichende Verschlechterung ihres Gesundheitszustands. Angehörige übernehmen zunehmend mehr Aufgaben, die Selbstständigkeit nimmt ab, neue Erkrankungen oder Einschränkungen kommen hinzu. Doch häufig wird zu lange gewartet, bis ein höherer Pflegegrad beantragt wird – aus Unsicherheit oder Sorge vor Ablehnung.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- Wann sich ein Antrag auf Höherstufung lohnt
- Wie Sie sich gut vorbereiten
- Und warum eine fundierte Einschätzung durch eine Pflegefachkraft helfen kann – bei der Antragstellung, aber auch direkt im Gutachtertermin
Verhinderungspflege & Kurzzeitpflege ab Juli 2025: Was ist neu?
Die Pflegereform 2025 bringt spürbare Entlastung für pflegende Angehörige
Seit dem 1. Juli 2025 gelten neue gesetzliche Regelungen zur Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Ziel dieser Reform ist es, pflegende Angehörige finanziell und organisatorisch besser zu entlasten. In diesem Beitrag erfahren Sie verständlich und praxisnah, welche Änderungen genau gelten, was Sie nun beantragen können – und wie Sie das neue gemeinsame Jahresbudget optimal für sich nutzen.
Pflegegrad-Begutachtung: Was viele sagen – und warum das problematisch ist
Die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MDK) ist ein wichtiger Schritt, um einen Pflegegrad zu erhalten. Doch viele Menschen bekommen zunächst eine Ablehnung oder eine zu niedrige Einstufung – obwohl der Unterstützungsbedarf eigentlich höher ist.
In vielen Fällen liegt das nicht an fehlender Pflegebedürftigkeit, sondern daran, wie der Alltag beim Termin dargestellt wird. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie achten können – und wie Sie sich gut vorbereiten.
Pflegebedürftig? Diese 7 Anzeichen sollten Sie ernst nehmen
Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie bereits als pflegebedürftig gelten könnten – oder Angehörige versorgen, ohne die Unterstützung der Pflegekasse zu nutzen. Dabei ist der Pflegegrad der Schlüssel zu finanziellen Leistungen, Entlastung und mehr Lebensqualität. In diesem Artikel erfahren Sie 7 Anzeichen, die auf eine Pflegebedürftigkeit hinweisen – und wie Sie den ersten Schritt zur Unterstützung gehen.
Pflegehilfsmittel für 42 € monatlich – Diese Produkte gibt es gratis!
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 oder höher haben Anspruch auf eine monatliche Pauschale von 42€ für Pflegehilfsmittel – viele nutzen diese aber nicht! Dabei gibt es wichtige Produkte, die den Pflegealltag erleichtern.
So bekommen Sie ein Pflegebett & andere Hilfsmittel – ohne Arztverordnung!
Viele Pflegebedürftige und Angehörige glauben, dass man für Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten, Rollatoren oder Toilettenstühle zwingend ein Rezept vom Arzt braucht.
Doch das ist nicht immer erforderlich:
✅ Empfehlung durch Pflegefachkraft reicht häufig aus
Pflegegrad beantragen - Die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Einstufung
Ein Pflegegrad ist oft die Voraussetzung, um Pflegegeld, Hilfsmittel oder Unterstützung durch einen Pflegedienst zu erhalten. Doch viele Anträge werden falsch gestellt oder abgelehnt, weil wichtige Details fehlen. Damit das nicht passiert, erfahren Sie hier die wichtigsten Punkte zum Antrag.